Informationen zur Ozontherapie
Ozontherapie
Im Gegensatz zu Sauerstoff (O2) besteht Ozon (O3) aus drei Sauerstoffatomen. Medizinisches Ozon entsteht aus medizinischem Sauerstoff durch stille elektrische Entladung in einem dafür eigens hergestellten Medizingerät, dem sogenannten Ozongenerator. Das so hergestellte Ozon ist instabil und geht daher leicht chemische Verbindungen ein. Das so hergestellte medizinische Ozon ist ein Gemisch, das aus 0,05 bis 5 % Ozon und 99,95 bis 95% Sauerstoff besteht.
Wirkmechanismus:
Im menschlichen Organismus wirkt Ozon keimtötend und zwar sowohl auf Bakterien und Viren, als auch auf Pilze. Ozon besitzt entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und die Blutfließeigenschaften verbessernde Wirkung und wird deshalb zur Wundversorgung, bei Durchblutungsstörungen und bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.
Art und Anwendung der medizinischen Ozontherapie:
Die Ozonbeutelbegasung:
Das Ozon-Sauerstoffgemisch wird lokal als Begasung angewandt, zum Beispiel bei Venengeschwüren, eitrigen Hauterkrankungen und bei infizierten Wunden, die auf eine Antibiotika-Therapie nicht ansprechen.
Die Ozon-Darminsufflation oder Vaginalinsufflation:
Die Darm- oder Scheiden-Insufflation mit Ozon wird unter Verwendung von dünnen Spezialkathetern durchgeführt. Sie ist ein Einlauf mit Ozon-Sauerstoff-Gemisch. Hier wird eine kleine Menge Ozon-Sauerstoff-Gemisch in eine Spritze abgefüllt und mittels Katheter in den Darm oder die Vagina eingebracht.
Die Ozon-Darminsufflation wird bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:
Colitis ulcerosa, Proktitis, Fisteln, Hepatitis, Darmsanierung, Pilze im Darm, zur Immunstimulation.
Die Vaginalinsufflation findet Anwendung bei gynäkologisch infektiösen Erkrankungen.
Die Ozoneigenblutbehandlung:
Die „Große Eigenblutbehandlung:
Bei der großen Eigenblutbehandlung werden 50 bis 100 ml patienteneigenes Blut in einem sterilen Gefäß mit einer dem Krankheitsbild entsprechend angepassten Menge des Ozon-Sauerstoffgemisches vermischt und dem Patienten über eine Infusion (Tropf) zurück gegeben.
Die „Kleine Eigenblutbehandlung:“
Es werden kleinere Blutmengen (1 bis 5 ml) aus der Vene des Patienten entnommen, mit Ozon-Sauerstoffgemisch vermischt und dem Patienten als intramuskuläre Injektion zurück gegeben.
Krankheiten, bei denen eine Ozontherapie angewendet werden kann:
Durchblutungsstörungen:
Schlaganfall, infizierte Wunden, offene Beine, altersbedingte Erkrankungen wie Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, allgemeine Leistungsschwäche, Gangunsicherheit, Schwindelgefühle sowie abnehmende Sehschärfe.
Leber- und Darmerkrankungen:
Kolitis (Darmentzündung), Fisteln, Leberzirrhose.
Viruserkrankungen:
Herpes Zoster (Gürtelrose), Herpes Simplex und viele andere.
Rheumatische Erkrankungen:
Rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie.
Bei folgenden Erkrankungen ist eine Ozontherapie nicht möglich:
Gerinnungsstörungen des Blutes, Blutungsneigungen (Bluter)
Frischer Schlaganfall, frischer Herzinfarkt
Überfunktion der Schilddrüse
Alkoholmissbrauch Angeborene Störung des Blutkörperchenstoffwechsels, wie Favismus, Enzymopathien wie Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel oder Pyruvatkinasemangel.
Schwangerschaft - Vorsicht ist geboten - bei Patienten mit einer Hypoglykämie (Mangel an Zucker im Blut), da die große Eigenblutbehandlung den Blutzuckerspiegel senken kann.
Die Ozonbehandlung kann negativ beeinflusst werden von Medikamenten wie:
Kortison , Acetylsalicylsäure, gerinnungshemmende Arzneimittel, Vitamin V, A und E direkt vor der Behandlung.
In zahlreichen individuellen Heilversuchen am Menschen zeigt dieses Naturheilverfahren gute Ergebnisse. Doch weisen wir Sie darauf hin, dass sich das hier vorgestellte Naturheilverfahren sowie auch seine Wirkungen in der klassischen Schulmedizin bisher weder wissenschaftlich anerkannt noch als bewiesen gilt.
